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Gesundheit

Als eines unserer obersten Ziele in unserer Zucht  haben wir bereits die „Förderung der Gesundheit“ der Rasse genannt. Hier möchten wir Euch etwas über die Krankheiten Hüftgelenksdysplasie (HD) und die Progressive Retina Atrophie (PRA) erklären.

Das Röntgen der Hüfte ist für Zuchthunde vom VDH vorgeschrieben, hier dürfen nur Hunde mit HD-A und HD-B uneingeschränkt in die Zucht. Hunde mit HD-C dürfen nur mit HD-A Hunden verpaart werden.

Der Gentest auf PRA ist nicht vom VDH vorgeschrieben, die Zuchthunde des Vereins sind jedoch alle getestet.


Wir fördern das HD Röntgen der Vereinshunde. Solltet ihr Euren Perro nicht zur Zucht zulassen und ihr entschließt Euch dennoch auf HD (und ggf. ED) zu röntgen, und das Ergebnis vom VDH auswerten zu lassen, gibt es vom Verein 60€ dazu. Bei Fragen zum Röntgen, zu den Formalitäten oder bezüglich eines guten Röntgentierarztes wendet Euch bitte an Euren Züchter oder den Vorstand des Vereins.


Hüftgelenksdysplasie

Diese Erkrankung ist in schwerer Form leider sehr schmerzhaft für die Hunde und bedeutet eine starke  Einschränkung für Mensch und Hund. Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenkes verursacht Schmerzen (der Schmerz wird durch die Athrose – also eine Entzündung verursacht, die wiederum durch die Fehlstellung oder Deformation des Gelenks und die damit verbundenen falschen Bewegunsabläufe entsteht) und kann auch dazu führen, dass der Oberschenkelkopf aus der Pfanne rutscht.

Die Auswertung der HD ist unterteilt in die Stufen

 

HD-A Frei

HD-B Übergangsform / Grenzfall (Noch keine HD)

HD-C Leichte HD

HD-D Mittlere HD

HD-E Schwere HD

 

Die Zuchthunde werden im Alter ab 15 Monaten geröntgt und das Röntgenbild wird vom VDH offiziell ausgewertet. Auch wenn man nicht vorhat zu züchten empfiehlt sich die Röntgenuntersuchung seines Hundes, da hier eindeutig festgestellt werden kann, wie belastbar der Hund ist und ob man wirklich Agility, Frisbee und Co spielen darf.

Denn oft sind die Triebmittel Ball, Futter oder was der Perro sonst noch so gut findet so groß, dass der Hund die Schmerzen nicht anzeigt, die ihm gewissen Bewegungen eigentlich bereiten.

 

Progressive Retina Atrophie

PRA ist eine Krankheit am Auge, die im Endstadium zur Erblindung des Hundes führt. Die Krankheit ist vererbbar, es gibt seit einigen Jahren jedoch einen Gentest, durch den festgestellt wird, ob der Hund frei von der Krankheit, Träger oder sogar Befallen ist.

Hier ist es wichtig zu wissen, dass ein Träger diese keinesfalls selber erblindet. Er kann jedoch mit der falschen Verpaarung kranke Nachkommen hervorbringen, was wir unbedingt vermeiden wollen.

Wird ein Träger oder ein Befallener mit einem freien Hund verpaart, werden zwar wiederum Träger geboren, der komplette Wurf wird jedoch nicht an der Krankheit erblinden.

Befallene Hunde beginnen mit einer Nachtblindheit und können im Laufe der Jahre immer schlechter sehen, letztendlich erblinden sie meist vollends. Jedoch kann auch ein blinder Hund noch ein schönes Leben haben, oft werden die anderen Sinne dann noch etwas geschärft.


Neuroaxonaler Dystrophie (NAD)

Im Dezember 2012 wurde in Schweden beim Perro ein erster Fall von Neuroaxonaler Dystrophie (NAD) entdeckt. Die Neuroaxonale Dystrophie ist eine beim Perro erblich bedingte, degenerative Erkrankung der Nervenbahnen und bricht normalerweise beim Junghund zwischen dem 4. und 18. Lebensmonat aus.

Sie äußert sich in unkoordinierten Bewegungen, Krämpfen, unkontrolliertem Urinieren, leichtem ständigen Zittern, unkontrolliertem Schnappen usw. Die Krankheit ist nicht behandelbar.

Der Erbgang entspricht dem der prcd-PRA, d.h es gibt freie Hunde, Träger und erkrankte Hunde.

Seit Oktober 2013 gibt es in Zusammenarbeit mit der Uni Bern einen Gentest.

Durch den frühen Ausbruch der Krankheit ist es unwahrscheinlich, dass erkrankte Hunde in die Zucht gehen, die Verbreitung von Trägern ist jedoch noch nicht gänzlich erforscht. In Deutschland ist bisher zum Glück noch kein erkrankter Hund erfasst.

Wer seinen Hund auch testen lassen will (dazu müssen nur 2 Ampullen EDTA Blut verschickt werden) meldet sich bitte bei Andrea Janetzki.

Hier ein Link zu den Testergebnissen der bisher getesteten Vereinshunde.

Und HIER der Teil 2 der Testergebnisse.

Und HIER der Teil 3 der Testergebnisse.